DB-Imkerflächen ein Flop?

Verarscht uns die Deutsche Bahn?

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Habe mich gefreut, dass die Deutsche Bundesbahn angeblich ein Herz für Bienen und Imker hat. Also habe ich mich – kurz entschlossen – gemeldet und mich um einen Standplatz beworben. Nach einigen Tagen bekam ich ein Bestätigungsmail, dass meine Anfrage eingegangen ist. Kurz vor Weihnachten sagte man mir per E-mail, dass keine Flächen zur Verfügung ständen, obgleich ich einige geeignete Plätze vorgeschlagen habe. Mich wunderte die pauschale Absage, ist das anderen auch so ergangen? Ist das ein Flop oder nur ein Trick angeblich sozial und bienenfreundlich zu sein? Wie ging es anderen, würde mich über Kommentare freuen.

5 KOMMENTARE

  1. Habe auch einen Antrag gestellt.
    Habe vor der Haustür zwei Bahnstrecken und mein Einzugsgebiet auf 10 km ausgedehnt.
    Leider war kein entsprechender Stellplatz vorhanden

  2. Lieber Herr Maurer,

    ich bin leider erst jetzt auf Ihre Internetseite gestoßen, sonst hätte ich schon früher einen Kommentar auf Ihrer Webseite gepostet.

    Inzwischen haben wir seitens der Deutschen Bahn über 1.700 Anfragen von Imkern bekommen, rund 800 Flächen konnten wir Imkern anbieten und 205 Gestattungsverträge mit Imkern wurden tatsächlich geschlossen.

    Leider gehen uns nun die Flächen aus. Bundesweit waren diese Flächen vor allem in Ballungsräumen sehr begehrt. Leider sind dort so gut wie keine Flächen mehr vorhanden, die alle erforderlichen Kriterien (Größe, gute Zuwegung, Sicherheitsabstand zum Gleis etc.) erfüllen.

    Flächen, die uns angeboten werden, müssen zunächst hinsichtlich ihrer Lage überprüft werden: Gehören sie der Deutschen Bahn AG? Sind sie auf betriebsnotwendigen Flächen? Sind nur zwei exemplarische Fragen von vielen, die zunächst geklärt werden müssen.

    Gerne können Sie mir die Korrespondenz zwischen Ihnen und Ihrer Kontaktstelle bei der Deutschen Bahn AG zukommen lassen. Wenn Sie es wünschen, recherchiere ich gerne über die konkreten Hintergründe der Ablehnung. Eine pauschale Antwort erscheint mir nicht sachgerecht.

    Die von Ihnen gestellten Fragen erscheinen mir leider zu unkonkret, als dass ich sie beantworten könnte. Da die Idee zu unserem Vorhaben auf Anregung des Deutschen Imkerbundes entstand, kann ich „angeblich“ soziales Verhalten der „Deutschen Bundesbahn“ als Motivation definitiv ausschließen.

    Wenn Sie konkrete Fragen haben, melden Sie sich gerne.

    Mit besten Grüßen

    Michael Hölzinger
    Corporate Real Estate Management
    Leiter Projekt „Bienen bei der Bahn“

    • Sehr geehrter Herr Hölzinger,
      gerne gebe ich Ihren Kommentar frei; es gab positive und negative Stimmen. Manche Imker sehen Ihr Engagement kritisch, weil sie um die Bienen fürchten, die an Bahnstrecken aufgestellt sind. Sie fragen sich zurecht, wie Sie Ihre Gleise pflanzenfrei halten, man befürchtet Glyphosate, die verwendet werden. Ich selbst habe 2 Bienenstände in der Nähe von Gleisen stehen, bisher sind noch keine Schädigungen eingetreten. Ich habe mich 3 mal an verschiedenen Standorten beworben, habe nur einmal eine Absage bekommen. Ich vermutete, dass nur eine Anfrage beantwortet wird, was mich persönlich – und auch andere verärgerte. Eine der Anfragen betraf ein soziales Projekt auf der Gemarkung der Stadt Calw, ein Standort betraf Herrenberg. MFG W. Maurer

  3. Lieber Herr Maurer,

    nach Rückinfo unserer Sachbearbeiterin im Südwesten liegen mir nun folgende Informationen vor:

    Wir hatten zwei Anfragen von Ihnen:
    1) Eine Anfrage für Calw für den „Verein für Menschen in besonderen Lebenslagen e.V.“ vom 17.11.2016. Hier musste am 23.01.2017 eine Absage erteilt werden, da keine geeignete Fläche vorhanden war.
    2) Die zweite Anfrage vom 07.02.2017 für Ihre eigene Imkerei betraf Herrenberg und auch hier mussten wir mangels geeigneter Flächen am 12.09.2017 absagen.

    Weitere Anfragen von Ihnen haben wir nicht gefunden. Mir fehlt die Kenntnis, wann Sie diese gestellt haben, evtl. steht hier eine Antwort noch aus.

    Insgesamt haben wir deutschlandweit eine Fläche von rund 50 ha (entspricht etwa 70 Fußballfeldern) für das Bienenprojekt zur Verfügung gestellt. Leider sind die Flächen nicht gleichmäßig über die Bundesrepublik verteilt, so dass wir im angegebenen Suchraum (hier: Calw sowie Herrenberg) nicht immer Flächen anbieten können. Der Erfolg unseres Projekts hat uns alle überrascht – durch die unerwartet hohe Anzahl der Anfragen haben sich leider lange Antwortzeiten ergeben. Innerhalb eines kurzen Zeitraums mussten wir rund 1500 Anfragen bearbeiten.

    • Die Antwort ist korrekt, ich habe zwei Anfragen veranlasst, war sehr enttäuscht, da ich für unseren Verein einen Standort suche, damit die betreuten Langzeitarbeitslosen und Armutsrentner ein Betätigungsfeld haben. Vielleicht tut sich eine neue Chance auf?

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